am Rande

10 Tipps für Eltern zur Sprachförderung

Gib den Eltern deiner Therapiekinder Tipps für die Sprachförderung: Die 10 besten Tipps zur Unterstützung der Sprachentwicklung.

Alexander Fillbrandt Geschrieben von Alexander Fillbrandt · 1 Min. lesen >

Es ist oft ganz einfach, die Sprachentwicklung eines Kindes zu fördern. Uns Logopäden sind die Möglichkeiten bekannt. Aber Eltern brauchen manchmal ein paar Tipps.

Gerade in den Sommerferien kann es gut sein, mit den Eltern vor dem Urlaub noch einmal über die Möglichkeiten der Sprachförderung zu sprechen. Hier ein paar Anregungen, die du mit den Eltern teilen kannst.

Die Liste hat keine besondere Sortierung oder Gewichtung, sie ist nur eine einfache Zusammenstellung der zehn wichtigsten Tipps und Anregungen.


1. Achten Sie auf die Körpersprache Ihres Kindes! Wenn Ihr Kind etwas anschaut oder zu erreichen versucht, dann ist das Kommunikation. Unterstützen Sie dies in dem Sie über den Gegenstand sprechen, den Ihr Kind sieht: „Ah, du möchtest den Ball haben!“

2. Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Sprechen! Vermeiden Sie Aufforderungen wie „Sag‘ Oma!“. Es ist wichtig, dass Ihr Kind positive Erfahrung mit Kommunikation macht. Seien Sie ein Sprachvorbild und sagen das, was Ihr Kind aktuell sagen könnte: „Schau mal, da ist Oma!“.

3. Nehmen Sie sich jeden Tag Zeit mit Ihrem Kind gemeinsam zu lesen und Bilderbücher anzuschauen. Benennen Sie alles, was Sie sehen und ermuntern Sie Ihr Kind alle Dinge zu zeigen, die Sie sagen. Bücher in denen sich die Bilder und Wörter wiederholen sind dafür gut geeignet.

4. Seien Sie lustig! Singen Sie Lieder. Bei Liedern, die Ihr Kind gut kennt können Sie immer mal wieder ein Wort auslassen – Ihr Kind wird anfangen, die Wörter mitzusingen und die Lücken zu füllen.

5. Wenn Sie Ihr Kind nicht richtig verstanden haben, begrenzen Sie die Auswahl an Möglichkeiten. Ihr Kind wird weniger Stress haben und sich mehr auf die Sprache konzentrieren können, wenn Sie in so einem Fall nur zwei Gegenstände zeigen und fragen „möchtest du den Ball oder den Bären?“.

6. Reden Sie mit Ihrem Kind über die Dinge, die Sie gerade tun. Geben Sie Ihrem Kind dabei die Möglichkeit, das Gesagte zu wiederholen oder zu antworten.

7. Achten Sie auf die Reihenfolge in Ihrer Sprache. Sagen Sie „erst müssen wir essen, dann können wir spielen“ und nicht „wie spielen nach dem Essen“. Und bleiben Sie dann bitte konsequent.

8. Benutzen Sie Bilder! Machen Sie Fotos von Ereignissen des Tages, vom Besuch bei den Großeltern, vom Besuch im Park, dem Ausflug in die Eisdiele…) um mit Ihrem Kind darüber zu reden. Erstellen Sie Fotoalben und nutzen Sie diese wie ein Bilderbuch.

9. Denken Sie daran: Sprache begegnet Ihrem Kind immer und überall. Setzen Sie Ihr Kind auch immer der Sprache aus, auch wenn es manche Dinge vielleicht noch nicht verstehen kann. Wenn Sie mit Ihrem Kind unterwegs sind, beschreiben Sie was Sie sehen und stellen Fragen. „Ich sehe einen Hund! Wie macht ein Hund?“

Zehn: machen Sie es sich und Ihrem Kind nicht zu kompliziert. Die einfachsten Dinge und Spielsachen können mit Sprache in Verbindung gebracht werden. Seifenblasen, spielen mit einem Ball oder im Sandkasten. Alles kann die Entwicklung der Sprache Ihres Kindes unterstützen, ganz einfach in dem Sie darüber reden.

Geschrieben von Alexander Fillbrandt
Alexander Fillbrandt ist Logopäde mit den Schwerpunkten Trachealkanülenmanagement und Dysphagie. Er schreibt gern über logopädische Themen und ist begeisterter Therapeut, Dozent und Autor. Profil

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